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Pumuckl und das große Missverständnis

Ein Film von Marcus H. Rosenmüller Deutschland 2025 / 98 Min ab 6 Jahre Schulkinowochen-Film

Inhalt

Der Pumuckl darf mit Meister Eder zu einem Ausflug auf‘s Land aufbrechen, denn die ehemalige Chefin von Meister Eder hat ihn beauftragt, das alte Maikarussell zu renovieren. Und weil Pumuckl sich riesig darauf freut, mit dem „Karuschnell“ um den Maibaum herumzufliegen, willigt er zähneknirschend ein, sich die Zeit im Dorf allein zu vertreiben: auf den Maibaum aufpassen, sich unter den Tieren auf dem Hof behaupten, Kinder und eine jugendliche Maibaumklau-Bande beobachten. Als Pumuckl aber mithört, wie Eder darüber nachdenkt, zu bleiben und die Schreinerei im Dorf zu übernehmen, kommt es zu großen Missverständnissen. Pumuckl fährt auf eigene Faust zurück nach München, wo er sich einen neuen Meister sucht und im Nationaltheater bei einem kauzigen Dirigenten landet. Die Freundschaft zwischen Schreinermeister Eder und Kobold wird auf eine harte Probe gestellt wird: Florian Eder wird mit seiner Jugend im Dorf und dem verführerischen Gedanken konfrontiert, eine größere Schreinerei zu übernehmen, kommt aber zum Schluss, dass er nach München und zum Pumuckl gehört. Auch dieser muss sein Leben überdenken: Was, wenn Eder wirklich im Dorf bleibt? Muss er dann mit, oder kann er sich einfach eine neue Bleibe, eine andere Bezugsperson suchen?

filmisch

Der Kinofilm steckt voller Liebe für seinen Stoff, die Figuren und Geschichten, in denen sich der Kobold ein Bild von unserer Welt macht und das Kinderpublikum mit auf Entdeckungsreise nimmt. Dabei verweist der Film immer wieder auf die Zeit, als die ersten „Pumuckl“-Folgen (ab 1982) über die Bildschirme liefen, etwa, wenn Meister Eder dem Kobold erklärt, wie ein Auto funktioniert oder bekannte Sätze wiederholt, denn „was sich reimt, ist gut“. Die meisten Figuren sprechen Bairisch oder andere Dialekte; insgesamt ist der Film divers besetzt und weist damit auf eine vielfältige Gesellschaft, in der sich alle verstehen – auch wenn sie nicht immer jedes Wort erfassen. Der Film ist episodisch erzählt, was ihn für das jüngste Publikum zugänglich und es möglich macht, ihn im Unterricht auf mehrere Sichtungen aufzuteilen.

Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit

Pumuckl ist bekannt für seine Reime und Wortspielereien, was sich im Unterricht aufgreifen lässt: Haben sich die Kinder Reime und seltsame Ausdrücke des Wortkünstlers gemerkt? Welche Wörter oder Wortkonstruktionen verstehen sie nicht, welche Reime von Pumuckl kennen sie noch oder können sie eigene formulieren? Außerdem eignet sich der Film, der Stadt- und Landleben miteinander vergleicht, über die Lebensräume Stadt/Land sowie über Heimat und Zuhause zu sprechen. Im Musikunterricht kann klassische und volkstümliche Musik einander gegenübergestellt werden. Welche musikalischen Motive wiederholen sich, welche Stimmungen nehmen die Kinder bei den verschiedenen Musikstücken und Instrumenten wahr? Darüber hinaus wird auch viel Musik im Bild gezeigt: die Blaskapelle im Dorf, das Orchester in der Oper, Meister Eder als Laiensänger auf der Bühne. Es kann besprochen werden, welche Rolle Musik und Liedtexte bei der Versöhnung zwischen Eder und Pumuckl spielen und was den Ort der Oper so besonders macht, dass die Figuren oft ergriffen darauf reagieren. Ein weiterer Zugang bietet die Kombination von Real- und Animationsfilm. Was unterscheidet Pumuckl von anderen Zeichentrickfiguren, die nur in einer Zeichentrickwelt leben? Wie verändert sich die Wirkung, wenn er auf reale Schauspieler*innen trifft? Wirkt Pumuckl „echter“? Die Kinder können eine eigene Geschichte über einen unsichtbare*n Freund*in erfinden und diese erzählen.

Autor*in: Dr. Verena Schmöller 25.09.2025, Letzte Aktualisierung: 12.11.2025

Genre
Kinderfilm, Abenteuerfilm, Literaturadaption
Altersempfehlung
6 bis 9 Jahre
Klassenstufe
1. bis 4. Klasse
Unterrichtsfächer
Vorfachlicher Unterr., Deutsch, Sachkunde, Musik, Kunst, Religion, Lebenskunde, Ethik
Themen
Freundschaft, Musik, Traditionen, Streit, Selbstwirksamkeit, Wünsche, Träume, Stadt und Land

Credits

Filmtitel
Pumuckl und das große Missverständnis
Kinostart
30.10.2025
Genre
Kinderfilm, Abenteuerfilm, Literaturadaption
Regie
Marcus H. Rosenmüller
Buch
Moritz Binder nach den Büchern von Ellis Kaut
Darsteller*innen
Florian Brückner, Maximilian Schafroth (Stimme Pumuckl), Gisela Schneeberger, Matthias Bundschuh, Frederic Linkemann, Franziska Wanninger, Robert Palfrader, Anja Knauer u. a.
Altersempfehlung
ab 6 Jahre
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
Constantin Film