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Die Schatzsuche im Blaumeisental

Ein Film von Antoine Lanciaux Frankreich 2025 / 77 Min ab 7 Jahre Schulkinowochen-Film

Inhalt

Die neunjährige Lucie hätte nie gedacht, dass ihre Sommerferien auf dem Land in Bectoile so aufregend werden würden. Dort besucht sie ihre Mutter. Denn die ist Archäologin und leitet eine Ausgrabungsstätte in einer alten Schlossruine an ihrem einstigen Heimatort. Dass für ihre Mutter mit dem Ort viele Erinnerungen an die Kindheit verbunden sind, merkt Lucie schnell. Und auch, dass die Erinnerungen Teil ihrer eigenen Geschichte sind. Gleich am ersten Tag nimmt sie ein verletztes Dachsjunges in ihre Obhut und lernt Yann kennen, mit dem sie sich anfreundet. Neugierig folgen sie einem Blaumeisenpaar, das sie an einen geheimnisvollen Platz mitten im Wald lockt. Dort treffen sie auf einen seltsamen alten Mann, der ganz allein in einem Wohnwagen lebt. Alle halten sich von ihm fern – nur Lucie nicht, denn sie ahnt, dass er der Einzige ist, der dem kleinen Dachs helfen kann.

filmisch

Lucies Abenteuerlust und Neugier wirken ansteckend und ziehen das Publikum in einen Sog des Entdeckens und Mitratens. Die Spur der Meisen führt zu einer zweifachen Suche: nach dem verborgenen Schatz in der Krypta des Schlosses von Bectoile und nach der Wahrheit über Lucies Großvater. Entstanden ist der Film vollständig in analoger Stop-Motion-Technik in der Tradition des Scherenschnitts nach Lotte Reiniger, bewusst ohne digitale Mittel. Die handgefertigte Bildwelt aus Papier, Karton und Stoff verleiht der Animation Wärme und eine eigene Ausdruckskraft. Das Chanson „La Mauvaise Réputation“ von Georges Brassens verbindet Lucie und ihren Großvater emotional und spiegelt wie der Film den Umgang mit gesellschaftlichen Normen und ungewöhnlichen Lebensentwürfen wider.

Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit

Mit seinem Film spricht Regisseur Antoine Lanciaux eine Einladung aus, den eigenen Wurzeln nachzuspüren. Er beschreibt sein Anliegen so: „Mit diesem Film möchte ich zeigen, dass jeder von uns, wenn er den Mut aufbringt, seine eigene Familiengeschichte zu erforschen, darin einen Schatz entdecken kann.“ Kinder können Fotos ihrer nahen und fernen Verwandtschaft sammeln, Stammbäume gestalten oder Interviews mit älteren Familienmitgliedern führen. Außerdem lassen sich Themen wie Archäologie, Ausgrabungsstätten, Landwirtschaft und die Vielfalt der Tierwelt behandeln. Nicht zuletzt bietet die besondere Machart der Scherenschnitt-Stop-Motion-Animation Anlass zur Auseinandersetzung: von den Anfängen des Scherenschnitts bis hin zu eigenen gestalterischen Versuchen, die ein Gefühl für den enormen handwerklichen Aufwand des Films vermitteln.

Autor*in: Laura C. Zimmermann 24.01.2026, Letzte Aktualisierung: 27.03.2026

Originaltitel
Les Secrets des Mésanges
Genre
Animationsfilm, Kinderfilm
Altersempfehlung
7 bis 10 Jahre
Klassenstufe
2. bis 5. Klasse
Unterrichtsfächer
Sachkunde, Kunst, Deutsch, Ethik, Lebenskunde, Religion
Themen
Abenteuer, Geheimnisse, Familie, Generationen, Archäologie, Vergangenheit und Gegenwart, Freundschaft, Tiere, Pflanzen, Eltern, Zeitreise

Credits

Filmtitel
Die Schatzsuche im Blaumeisental
Originaltitel
Les Secrets des Mésanges
Kinostart
26.03.2026
Genre
Animationsfilm, Kinderfilm
Regie
Antoine Lanciaux
Buch
Antoine Lanciaux, Pierre-Luc Granjon
Altersempfehlung
ab 7 Jahre
FSK
ohne Altersbeschränkung
Verleih
Luftkind Filmverleih
Festivals
(Auswahl 2025) Annecy Festival; Lucas Filmfestival: Publikumspreis; Shanghai International Film Festival: Bester Animationsfilm; Just Youth and Children‘s Film Festival Tallinn: Bester Film; Michel Kinder und Jugend Filmfest BFI London Film Festival; Schlingel Internationales Filmfestival, Young Horizons IFF

Video(s) zum Film

Blick hinter die Kulissen der Animation - das Making-of zu DIE SCHATZSUCHE IM BLAUMEISENTAL