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Emil und die Detektive, Warner Bros. Entertainment

Emil und die Detektive

Ein Film von David Dietl Deutschland 2026 ab 8 Jahre Schulkinowochen-Film

Inhalt

Der 12-jährige Emil Tischbein hat schon früh seinen Vater verloren und lebt allein mit seiner Mutter, die als Friseurin arbeitet. Da er noch kein richtiges Smartphone besitzt, wird er von anderen Kindern gehänselt. Um sich ihren Respekt zu verschaffen, nimmt Emil an einer Mutprobe teil und lässt einen Böller mit Kuhmist in einem Bagger explodieren. Die Polizei wird darauf aufmerksam, doch Emil kann entkommen. Umso mehr passt es ihm, dass er seine Oma, die Mutter seines verstorbenen Vaters, in Berlin besuchen soll. Für die Reise bekommt er von seiner Mutter 1.000 Euro mit, die für seine Oma bestimmt sind. Doch während der Zugfahrt nach Berlin begegnet Emil dem Betrüger Max Grundeis. Dieser betäubt ihn, stiehlt das Geld und verschwindet. In Berlin angekommen, setzt Emil alles daran, sein Geld zurückzubekommen und Grundeis zur Rede zu stellen. Gemeinsam mit den anderen Kindern Gustav, Pony, Dienstag, Anh und Jonas nimmt er die Verfolgung auf. So beginnt eine spannende Jagd durch die Großstadt Berlin unter dem Hashtag #ParoleEmil.

filmisch

Der Film stellt die Kinder als selbstständige Akteur*innen in den Mittelpunkt. Ein Soundtrack aus Pop-, Techno- und Hip-Hop-Musik unterstreicht das Lebensgefühl der Großstadt. Besonders in den Verfolgungsszenen und bei Fahrten durch Berlin arbeitet die Kamera dynamisch. Schnelle Schnitte verstärken zusätzlich die Spannung und vermitteln das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Gleichzeitig setzt die Kameraführung immer wieder den Fokus auf die Gesichter der Figuren und ihre Dialoge, sodass ihre Gefühle und Beziehungen zueinander hervortreten. Der Film legt großen Wert auf eine zeitgemäße Inszenierung und greift Aspekte der heutigen Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen auf. Dazu gehören technische Geräte, soziale Medien sowie Influencer*innen. Neben Spannung prägt auch Humor den Film. Trotz der dynamischen Inszenierung verliert die Handlung zwischenzeitlich an Tempo. Zudem greift der Film bei der Darstellung der Menschen in Berlin sowie bei der Charakterisierung seiner Figuren häufig auf Stereotype zurück.

Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit

Interessant für den Unterricht ist ein Vergleich mit dem Literaturklassiker von Erich Kästner und die Frage, was diese Art des Erzählens – mit Kindern als selbstständigen Akteur*innen in einer realistisch anmutenden Welt – auch heute noch besonders macht. Schüler*innen können die filmische Gestaltung (Kameraführung, Schnitt, Musik und Soundtrack) genauer analysieren und untersuchen, wie Spannung und Dynamik erzeugt werden. Darüber hinaus bietet sich eine Analyse der Figuren an, insbesondere der Freundschaften, der Zusammenarbeit innerhalb der Kindergruppe und der unterschiedlichen Charaktere. Außerdem können sich die Schüler*innen damit auseinandersetzen, wie die Digitalisierung die ursprünglich ältere Geschichte um Emil verändert und welche Rolle Smartphones, soziale Medien und andere technische Entwicklungen im Film spielen. Relevant für den Unterricht ist ein begleitender Dialog über die kritische Auseinandersetzung mit Stereotypen im Film, insbesondere im Hinblick auf Rassismus und Klassismus. Einige Szenen arbeiten mit nicht mehr zeitgemäßen Überzeichnungen, vereinfachenden Gegensätzen und Klischees, deren Wirkung reflektiert und hinterfragt werden sollte.

Autor*in: Ílyas Ínevi 20.07.2026, Letzte Aktualisierung: 07.09.2026

Genre
Kinderfilm, Kinderkrimi, Literaturadaption
Altersempfehlung
ab 8 Jahre
Klassenstufe
ab 3. Klasse
Unterrichtsfächer
Deutsch, Ethik, Lebenskunde, Kunst, Sachkunde
Themen
Freundschaft, Zusammenhalt, Großstadt, Solidarität, Selbstständigkeit, Familie, Kriminalität, Generationen, Zivilcourage, Gerechtigkeit

Materialien zum Film

Credits

Filmtitel
Emil und die Detektive
Kinostart
24.09.2026
Genre
Kinderfilm, Kinderkrimi, Literaturadaption
Regie
David Dietl
Buch
Antonia Scheurlen nach dem gleichnamigen Kinderbuch von Erich Kästner
Darsteller*innen
Nicholas Jonah Peter, Lara Toni Lüdders, Kilian Kasa, Bela Louis Plass, Ai Vy Bui, Camille Loup Moltzen, Luise Heyer, Merlin Sandmeyer, Ursula Werner u. a.
Altersempfehlung
ab 8 Jahre
FSK
liegt noch nicht vor
Verleih
Warner Bros. Entertainment