Nina und das Geheimnis des Igels, (c) Parmi les Lucioles Doghouse; eksysten filmverleih 2025
Nina und das Geheimnis des Igels
Ein Film von Alain Gagnol, Jean-Loup Felicioli Frankreich, Luxemburg 2023 / 79 Min ab 7 Jahre Schulkinowochen-Film
Inhalt
Die zehnjährige Nina und der zwei Monate jüngere Medhi sind beste Freunde. Die Väter der beiden Kinder arbeiten in der gleichen Fabrik. Ninas Vater erzählt ihr immer wieder Gutenachtgeschichten über einen kleinen Igel und seine Abenteuer, die Nina sehr mag. Als beide Väter arbeitslos werden, weil die Fabrik geschlossen wurde, ist Ninas Vater traurig und hat keine Lust mehr Geschichten zu erzählen. Nina spürt, wie schlecht es ihm geht und will ihm helfen. Als herauskommt, dass der verhaftete Arbeitgeber Geld gestohlen und in der Fabrik versteckt hat, macht sich Nina gemeinsam mit dem imaginären Igel und Medhi auf die Suche nach dem veruntreuten Geld, um es an die Arbeiter*innen auszuzahlen und so alle Probleme zu lösen. Dabei müssen sie so manches Abenteuer bestehen. Ob Ninas Plan aufgeht?
filmisch
Der in warmen Farben und mit teils zarter, teils mitreißender Musikuntermalung schön gestaltete Animationsfilm erzählt zwei Geschichten, die ineinandergreifen: vom Igel auf Arbeitssuche und über Ninas Vater, der seinen Job in der Fabrik verloren hat. Durch die Gestaltung des Igels in schwarz-weiß und Nina und Medhis Welt in Farbe sind diese auch für jüngere Grundschulkinder klar erkennbar. Das Thema Arbeitslosigkeit wird kindgerecht aufgegriffen und trotzdem nicht beschönigt. Der fiktive Igel als Hoffnungsträger kann dabei helfen, mit der schwierigen Situation fertig zu werden. Nina ist forsch und mutig, während Medhi zögerlicher und ängstlicher mit Herausforderungen umgeht. Gegen Ende des Films wird die Handlung sehr spannend und Nina gerät in große Gefahr, aber ihre Rettung lässt nicht allzu lange auf sich warten, so dass die Kinder nicht überfordert werden.
Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit
Der Film greift das Thema Arbeitslosigkeit auf, von der auch manche Eltern einiger Kinder in der Klasse betroffen sein können. Das sollte vor einem Gespräch über den Film bedacht werden. Trotz aller Schwierigkeiten, die mit dieser Thematik verbunden sind, bringt gerade der kleine Igel Zuversicht in die problematische Situation und vermittelt den Zuschauer*innen, dass es wichtig ist auch bei Rückschlägen nicht aufzugeben und weiterzumachen. Im Unterricht können die Schüler*innen darüber diskutieren, ob sie es richtig finden, wie Nina ihrem Vater helfen will und gemeinsam überlegen, was in der realen Welt in einer solchen Situation helfen kann. Darüber hinaus kann über die Rollenverteilung in der Freundschaft von Nina und Medhi gesprochen und über die Symbolik des imaginären Igels nachgedacht werden. Außerdem bietet es sich an, die vielen unterschiedlichen Kameraeinstellungen und Kameraperspektiven zu betrachten und die Wirkung des Einsatzes von Licht und Schatten sowie des Wechsels zwischen schwarz-weiß und Farbe im Film zu untersuchen.
Autor*in: Sabine Kögel-Popp 28.02.2025, Letzte Aktualisierung: 04.09.2025
- Originaltitel
- Nina et le secret du hérisson
- Genre
- Animationsfilm, Kinderfilm
- Altersempfehlung
- 7 bis 10 Jahre
- Klassenstufe
- 2. bis 5. Klasse
- Unterrichtsfächer
- Deutsch, Ethik, Lebenskunde, Religion, Medienkunde, Kunst
- Themen
- Arbeitslosigkeit, Freundschaft, Imaginäre Freund*innen, erste Liebe, Familie, Resilienz, Hoffnung, Filmsprache
Credits
- Filmtitel
- Nina und das Geheimnis des Igels
- Originaltitel
- Nina et le secret du hérisson
- Kinostart
- 13.03.2025
- Genre
- Animationsfilm, Kinderfilm
- Regie
- Alain Gagnol, Jean-Loup Felicioli
- Buch
- Alain Gagnol
- Altersempfehlung
- ab 7 Jahre
- FSK
- ab 6 Jahre
- Verleih
- eksystent filmverleih
- Festivals
- Annecy Festival 2023; Internationales Festival für Kinder und junges Publikum Schlingel 2023